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Das nötige Kleingeld

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Das nötige Kleingeld

Vorweg ein wichtiger Hinweis: man ist gut beraten, sein gesamtes Reisegeld fast ausschließlich in Form von Reiseschecks mit sich zu führen, denn wie überall wird auch in den USA massiv geklaut. Verlorengegangene oder gestohlene Schecks ersetzen die Banken verhältnismäßig problemlos. Das gilt besonders dann, wenn es sich um solche einer amerikanischen Bank handelt. First National, Manhattan Chase, American Express und Bank of America sind die vier namhaftesten. Man ist nicht wie in Europa gezwungen, zum Einlösen eine Bank aufzusuchen. Auch größere Geschäfte, Restaurants und Motels akzeptieren diese bargeldlose Zahlungsmethode. Dabei werden Schecks über einen höheren Betrag als 20 $ häufig nur angenommen, wenn Verzehr oder Einkauf wenigstens 10 $ ausmachen. Für Reiseschecks gelten übrigens günstigere Umtauschkurse als für Bargeld, und auch die Gebühren liegen tiefer (Am. Express 1% z.B.).

Wer also mal in die peinliche Verlegenheit gerät, dass sämtliche Banken geschloßen sind und daher ohne einen Cent dasteht, scheue sich nicht, per Scheck einen Hamburger oder ein Sandwich zu erstehen. Auf diese Weise gelangt man am schnellsten zu Bargeld. Bares sollte man in Banknoten unter 50$ mitführen. Fünfziger werden häufig ungern gewechselt und Hunderter sind kaum loszuwerden.

Am besten führt man überwiegend Schecks mit kleinen Beträgen mit, beispielsweise zu 20 $. Damit ist man auch in kleineren Läden zahlungsfähig.

Vorteilhaft kann die Mitgliedschaft im amerikanischen Automobilklub AAA sein: kraft des jährlich zu entrichtenden Mitgliedbeitrags von rund 35 $ (Aufnahme plus Mitgliedschaft 62 $) kommt man nämlich gelegentlich in den Genuß von Preisnachlässen, insbesondere 10 % bei den einigen Mietwagenfirmen. Nicht zu vergessen das in allen Büros erhältliche mehr oder weniger großmaßstäbliche Kartenmaterial, die Touristenführer, Campingplatzverzeichnisse und das Mitgliedermagazin SEE. Von den Zeltplätzen sind zahlreiche kostenlos, besonders im Westen. Häufig liegen sie vor teuren Nationalparks. Mitglieder des ADACs dürften bei Vorweisen ihrer Mitgliedskarte das Material kostenlos erhalten. Oft reicht schon das ADAC-Zeichen auf der Visakarte, wenn man diese über den Club bezogen hat. Ähnlich wie beim ADAC ist auch ein Pannenschutz enthalten, aber nur die ersten fünf Meilen sind frei.

Vorsicht!

  • Dollar unbedingt vor Reiseantritt besorgen, denn nur wenige US-Banken tauschen ausländisches Geld. Eine Ausnahme bildet die Bank of America. Selbst mit kanadischen Dollars tut man sich beim Tauschen schwer.

    Wir raten daneben zur Pinestreet Chase Manhattan Bank in unmittelbarer Nähe der Wall Street. Keine Provision.

  • Die Banknoten unterscheiden sich weder in Größe noch Farbe sondern nur durch die aufgedruckten Zahlen (wir wußten doch, dass irgendein kleiner Unterschied bestehen mußte). Also aufpassen, nicht einen 1000 $-Schein zu erwischen, wenn eigentlich nur 1 $ rausgerückt werden soll.

  • Wie man prüfen kann, ob man auch echte Dollars auf die Hand kriegt? Nun, einfach bei alten Scheinen die grüne Seite ein wenig anfeuchten und sie kurz auf weißes Papier reiben. Das Grün müßte dann leicht abfärben. Aber lieber mit dem Test bis nach Verlassen der Bank warten ...

    Seit der siebenundsiebzigjährige, halbblinde (!) Rentner Mario Williams, der in seinem Keller jährlich über 20.000 $ herstellte und sie regelmäßig unbehelligt bei seiner Bank einzahlte, schließlich aufflog, war offensichtlich, dass die Notenbank handeln mußte. Wasserzeichen und die hauchdünnen weißen und roten Fäden daneben reichten nicht. Neuere Hundertdollarscheine haben einen links neben dem Federal-Reserve-Siegel einen dünnen senkrecht verlaufenden Polyesterfaden. Beim Durchleuchten wird „USA 100“ sichtbar. Auch die Fünfzigdollarnoten sollen so gekennzeichnet werden, leider nicht die beliebten Zwanzigdollarscheine, die ein Viertel der umlaufenden Noten ausmachen.

  • Geöffnet sind Banken im allgemeinen montags bis freitags von 9-15h.

  • Kreditkarten: selbst amerikanische Kreditkarten wie z.B. Diners Club werden in den Geschäften nicht ohne Weiteres angenommen. Bares ist nach wie vor beliebt, wenn auch nicht in großen Beträgen. Bei Zahlung per Karte beläuft sich die Gallone Benzin bei modernen Tankstellen im Selbstbedienungsbereich auf einige Cents über dem Normalpreis. Unter 10-15$ wird meist keine Kreditkarte akzeptiert. Eine der gängigsten Karten in den USA ist übrigens die Visa-Karte, ebenso verbreitet ist die Mastercard (Eurocard). Mit Kauf einer Karte, normalerweise so um die 60 DM, bleibt man von allen weiteren Gebühren verschont, abgesehen von Bargeldbezug bei Banken. Ob jemand eine Kreditkarte erhält oder nicht, darüber befindet die Bank zu Hause. Zählt jemand nicht zu unseren Yuppielesern, die unsere Bücher erstehen, weil dies immer schicker wird, unsere Bücher erstehen, weil dies immer schicker wird, verfügt man also als Student beispielsweise über kein festes Einkommen, oder weil man als großer Faulpelz eher unregelmäßig jobbt, so hilft vielleicht ein Gespräch unter vier Augen mit dem Leiter der Bank weiter, in dessen Verlauf man sich als vertrauens- und daher auch kreditwürdig erweist ... In den USA ein Auto, zu mieten bereitet ohne Kreditkarte mitunter Schwierigkeiten. Ohne Karte ist eine Kaution in Form von mehreren hundert Dollar Bargeld oder Reiseschecks zu hinterlegen. Das einzig bekannte Mietwagenunternehmen, das keine Kreditkarte, aber rund 300 $ verlangt, scheint Alamo zu sein. Hilfreich ist die Kreditkarte auch bei der Einreise. Wer mit 1000 DM anrückt und angibt, gleich drei Monate bleiben zu wollen, macht sich verdächtig. Da muß man dann schon eine einleuchtende Erklärung auf Lager haben, wie man seinen Lebensunterhalt zu bestreiten gedenkt.

    Mit Hilfe der Kreditkarte kommt man in den Banken auch zu Bargeld. Zugrundegelegt wird der jeweilige Tageskurs. Unter Umständen sind bis zu 10 % des Betrages als Gebühr fällig. Ausweis oder Führerschein sind vorzulegen. Visa-Karten werden von Geldautomaten nicht akzeptiert.

    Wer mit Kreditkarte zahlt, sollte niemals versäumen, die Spalte Tips (Trinkgeld) auszufüllen und die Gesamtsumme einzutragen. Sonst kann es bei der Heimkehr zu unangenehmen Überraschungen kommen, falls der Geschäftsinhaber selbst die Spalte ausgefüllt und das Trinkgeld nach eigenem Ermessen festgesetzt hat.

  • Auf US-Dollars ausgestellte Reiseschecks tauscht man zu Hause günstiger zurück als amerikanische Banknoten.

  • In Gesprächen zwischen Amerikanern über Geld wird man zuweilen das Wort buck hören. Diese Bezeichnung für Dollar bürgerte sich in der Zeit der Trapper ein, als diese ihre „Böcke“, bzw. Hirschhäute gegen Dollars eintauschten.