Peng Chau / Lama
Die Inseln
Peng Chau
Klitzekleine Fischerinsel in der Nähe von Lantau, nur ein Drittel so groß wie Cheung Chau. Hier stören uns keine Autos; das Eiland läßt sich ja auch in einer Stunde zur Gänze umrunden. Von Peng Chau aus setzt man zum Trappistenkloster auf Lantau über. Die Städter aus Hongkong strömen am Wochenende um des frischen Fischs willen her: morgens auf dem Fischmarkt kaufen, danach im Restaurant zubereiten lassen!
Ansonsten haben wir einen kleinen Fischerhafen zu nennen, den zweihundert Jahre alten Tin-Hau-Tempel und in Heimarbeit bemaltes Porzellan. Die Hongkonger machen gerne einen Spaziergang durch den Ort und folgen dann den Schildern des Familiy Trails in die dahinter gelegenen Hügel.
Cheung Chau
Auch auf dieser Insel südlich von Lantau, nur zehn Kilometer von Hongkong-Island entfernt, gründet das Auskommen der 40.000 Bewohner überwiegend auf Fischfang. Dschunken und Sampans durchpflügen pausenlos die Buchten und verleihen dem Gesamtbild eine fernöstliche Note. Wir gestehen: Cheung Chau ist unsere Lieblingsinsel ...
Strände, Restaurants, Tempel und Grotten letztere sollen einst allerlei zwielichtigem Gesindel als Unterschlupf gedient haben nicht zu vergessen das zauberhafte Städtchen Cheung Chau, füllen einen ganzen Urlaubstag. Manch eine Behausung wird auch als Werkstätte genutzt, wo Kunsthandwerker mit dem Polieren von Jade beschäftigt sind. Die ganze Ortschaft besteht aus nur drei breiteren Straßen, wo Autos nichts verloren haben. Endlich mal ein menschenwürdiger Ort! Im Inselnorden stößt man auf Behausungen in überkommener Bauweise, an der sich seit Jahrhunderten nichts geändert hat.
Sich umschauen
Wenn wir von Bord der Fähre gegangen sind, erwartet uns zuerst ein Morgenmarkt, der nach dem hektischen Getriebe der Großstadt geradezu verträumt wirkt. Wer das Dorf immer der Nase nach durchquert, gelangt an einen weißsandigen, langen Strand. Ein netter Spaziergang: den Weg einschlagen, der nach rechts, wenn man aufs Meer schaut, abzweigt. Man erreicht dann einen weiteren, kleineren Strandabschnitt hinter dem Hubschrauberlandeplatz. Dort werden auch Surfbretter, Kanus etc. vermietet, und entsprechend fehlt es nicht an einer Dusche und einem WC. Im Hafen selbst dient der vor Taifunen schützende befestigte Bereich auch wieder als Aufenthaltsort für Dschunken, wie in Aberdeen. Das mediterrane Cheung Chau aber ist ein Plätzchen, wo es sich gut aushalten läßt; auch die Menschen erscheinen uns herzlicher, spontaner und auch ein wenig »einfacher gestrickt«.
Lamma
Lamma, Traumziel aller Anhänger des Dolce far niente südlich von Aberdeen, bietet eine breite Strandpalette. Darüberhinaus beliefert eine Fischzucht vor der Insel etliche gut beleumundete, teils auf Pfählen erbaute Terrassenrestaurants, vor allem in Sok Kwu Wan, mit erntefrischem Meeresgetier.
Im Süden der Insel der Mount Stenhouse-Aussichtspunkt. Ansonsten Badebuchten, Strände (Hung Shing Yeh und Lo So Shing) und Gemüsefarmen. Doch das ist längst noch nicht alles: unweit der Shan Wan Bay haben Archäologen die Überreste eine Zivilisation zutage gefördert, deren Alter man in der Kronkolonie bisher nicht für möglich gehalten hätte.