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Geographie

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Die Geographie Thailands

Thailand ist mit seinen 514.000 km² eine Spur kleiner als Frankreich und zählt knapp sechzig Millionen Einwohner. Die Umrisse des Landes sind schon ein wenig sonderbar: eine unförmige Masse im Norden, die sich zum Süden hin zuspitzt und lange ausläuft. Diese Grenzziehung ist angeblich das Ergebnis zahlreicher Kriege in der Geschichte. Nun ja, anderen Ländern erging´s schließlich auch nicht anders ...

Der Norden:

Bergig, dschungelbedeckt und reich an Teakholz, von tiefen Tälern durchzogen, in denen der Reis mit den Füßen im Wasser und dem Kopf in der Sonne wächst. In diesen Landstrichen leben geheimnisumwitterte Volksstämme, die zunehmend von anderen Völkern heimgesucht werden, welche wiederum unter den Begriff »Touristen« zusammengefaßt werden. Der Norden ist zwar gebirgig, seine mittlere Höhenlage ist aber eher mit jener des Schwarzwaldes als mit der der Anden zu vergleichen. Die höchste Erhebung erreicht immerhin 2590 m.

Der Nordosten

Von ausländischen Besuchern am wenigsten be- bzw. heimgesuchte Landesteil. Keine Berge und Wälder mehr, nur noch karge, trockene Hochebene. Eine strenge, alles andere als liebliche Landschaft.

Zentralthailand:

Weites, fruchtbares Becken mit ausreichend Niederschlägen. Zahlreiche Bäche, ergiebiger Boden, hervorragendes für den landwirtschaftlichen Anbau geeignetes Klima. Hier befindet sich denn auch der Schmelztiegel thailändischer Zivilisation.

Der Süden:

Die sich nach unten verjüngende Region bringt vor allem Gummibäume und damit Naturkautschuk hervor. Fremde hingegen bringen Südthailand mit seinen strandgesäumten Küsten und dem Dolce farniente in Verbindung. Wir werden uns hüten, irgendetwas dagegen zu sagen. Die wunderschönen Inseln im Andaman-Meer und im Golf von Siam sind zum Aufmarschgebiet der Urlauber geworden, leider aber auch zum Spielplatz für Spekulanten und Baulöwen. Ein Großteil des finanziellen Mannas aus dem Fremdenverkehr wird hier erwirtschaftet. Der von Moslems bewohnte Südzipfel des Landes, im Grenzgebiet zu Malaysia, bleibt dabei außen vor. Ihm kommen weder der Wohlstand Zentralthailands noch die Begeisterung der Touristen für den Süden zugute. Oder hieße es besser: ihm bleiben die Auswüchse des Fremdenverkehrs und des sprunghaften Wirtschaftswachstums erspart ...?